Acryllacke
bestehen ebenso wie Kunstharzlacke, ausschließlich aus chemi- schen Bestandteilen, mit vergleichbarer Schadstoffbelastung. Diese oft als Öko- oder Biolacke bezeichneten Lacke enthalten als Lösungsmittel hauptsächlich Wasser und einen geringen Anteil organischer Lösungsmittel. Dadurch wirken sie für viele Menschen oberflächlich betrachtet ungiftig.
Aufgrund des hohen Wassergehaltes müssen sie jedoch vor mikrobiellem Befall mit Hilfe von Konservierung und Bioziden ge- schützt werden, deren Vertreter schon traurige Berühmtheit erlangten, z.B. Formaldehyd oder Dichlorfluamid.
Verführerisch sind die kurzen Trocknungszeiten von ca. 3 Stun- den.

Allgemein kann gesagt werden, daß Acryl- und Naturharzlacke die Qualität der Kunstharzlacke nur bei sehr sorgfältiger Verarbeitung erreichen. Wenn aber Schadstofffreiheit gewünscht wird, kann nur ein Naturharzlack verwendet werden.

Kunstharzlacke
Ölhaltige Kunstharzlacke müssen mit Hilfe organischer Lösungsmittel gelöst werden. Ihnen allen ist eine mehr oder weniger starke Giftwirkung nachgewiesen.

Die Qualität eines Kunstharzlackes wird durch Zusatz von zahlreichen Substanzen erreicht, die für den Menschen gesundheitsschädlich sind. Diese Stoffgruppen (siehe Wand- farben/Lacke) gasen noch lange nach der Verarbeitung leicht flüchtige, reizende und agressive Moleküle aus. Nur die Lösungsmittel sind nach abgeschlossener Trocknung nicht mehr in der Raumluft. Die Belastung der Umwelt ist jedoch nicht aus der Welt.
Die Giftwirkung dieser Lacke zeigen sich in Form von Allergien, Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen, Schädigung des zentralen Nerversystemes und, individuell verschieden, durch Schädigung der inneren Organe.
Trocknungszeiten: ca. 8 Stunden.